Rezept: Glutenfreies Sonnenblumenkernbrot

Aktualisiert: Okt 14

Nichts geht über den unwiderstehlichen Duft von frischgebackenem Brot direkt aus dem Ofen. Wer allerdings an einer Unverträglichkeit leidet und deshalb komplett auf Gluten verzichten muss, hat es bei der Brotauswahl nicht immer so leicht. Dieses Brot hier ist eine super Wahl, solltest Du oder Personen in Deinem näheren Umfeld, an einer Unverträglichkeit leiden. Es ist zudem sehr einfach zubereitet, frei von Industriezucker und braucht nicht viele Zutaten.


- glutenfrei - einfach - ohne raffinierten Zucker -


Und schon können wir loslegen. Viel Vergnügen!


Rezept: Glutenfreies Sonnenblumenkernbrot

Was Du für etwa 20 Scheiben brauchst:


- 1 Würfel frische Hefe (glutenfrei)

- 250 g Buchweizenmehl

- 200 g Reismehl

-70 g Leinsamen

-3 EL Sonnenblumenöl

- 1 TL Agavendicksaft

- Öl für die Form

- Eine Prise Salz

- Eine Handvoll Sonnenblumenkerne


So geht´s


1. - Den Ofen vorheizen (200 °C/ Umluft)

2. - Die Hefe und den Agavendicksaft in 450 ml warmes Wasser auflösen.

3. - Buchweizenmehl, Reismehl, Leinsamen vermischen und eine Prise Salz dazugeben.

4. - Die Mehlmischung in das Hefewasser geben und mit einem Handrührgerät gut verkneten.

5. - Abschließend das Sonnenblumenöl ergänzen und nochmals gut verkneten.

6. - Eine Kastenform einfetten und den Teil hineingeben und mindestens 45 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort abstellen.

7. - Den Teig vor dem Backen mit 1 EL Öl bestreichen und anschießend bei 200 °C backen lassen. Nach etwa 10 Minuten die Backofentemperatur auf 175 °C reduzieren und für weitere 45 Minuten backen.

8. - Das Brot aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.


Lass es Dir schmecken.



Was ist Gluten?


Gluten wird auch Kleber und Klebeeiweiß genannt und ist ein Speicherprotein im Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Dinkel. Im Teig sorgt Gluten für die Elastizität und die richtige Bindung. Es bildet das Teiggerüst bei Brot und Gebäck. Das Brot ist dann weniger brüchig und gewinnt dadurch an Festigkeit. Gleichzeitig ist Gluten aber für uns Menschen eher schwer zu verdauen.


Glutenunverträglichkeit


Eine Glutenunverträglichkeit bedeutet einfach gesagt, dass Gluten „schlecht“ vertragen wird. Beim Begriff "Glutenunverträglichkeit" herrscht allgemein allerdings große Unsicherheit. Zudem kann sie auch auf unterschiedliche Erkrankungen hinweisen, die ärztlich abgecheckt werden müssen. Dazu gehören der Reizdarm, die Glutensensitivität, die Weizenallergie und die Autoimmunerkrankung Zöliakie. Mehr Informationen kannst Du hier nachlesen: Zentrum für Gesundheit.de, Autoimmunportal.de, DZG - Deutsche Zöliakie Gesellschaft und ECARF - Europäische Stiftung für Allergieforschung.



Glutenfreie Ernährung


Ein glutenfreies Leben ist heute aber wesentlich einfacher geworden als noch vor ein paar Jahren. Solltest Du also an einer Glutenunverträglichkeit leiden, musst Du deshalb nicht auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung verzichten. Es gibt viele Lebensmittel, die von Natur aus glutenfrei und deshalb auch für Betroffene gut verträglich sind. Dazu gehören Obst, Gemüse oder Milch. Auf die geliebte Pizza und Pasta, die leckeren Kekse und den Kuchen musst Du auch nicht verzichten. Dafür hält der Lebensmittelhandel viele glutenfreie Alternativen für Dich bereit. Diese Produkte tragen auf der Verpackung die Kennzeichnung "glutenfrei" oder sind mit einen durchgestrichenen Ähre gekennzeichnet. Besondere Vorsicht gilt vor allem im Fall von industriell hergestellten Lebensmitteln wie zum Beispiel alle Fertiggerichten, -suppen und -soßen, Würzprodukten, Lebensmitteln in Konserven, Chips und sonstige Knabbersachen, panierten Lebensmitteln, fertigen Kartoffelprodukten wie Klößen, Getreidekaffee, Tiefkühlobst- und gemüse. Diese Produkte könnten Gluten enthalten. Hier sollte man immer die Inhaltsstoffe genau unter die Lupe nehmen.


Am besten selber kochen.


Am besten ist es immer selbst den Kochlöffel zu schwingen. Das schmeckt sowieso am besten und Du weißt genau was in Deinen Mahlzeiten drin steckt. Es gibt mittlerweile so viele tolle Kochbücher wie z.B. "Zöliakie Kochbuch: Glutenfrei kochen und backen " oder informative Food Blogs, wie z.B. "Gluten-free goodess" oder "Mein glutenfreier Backofen", die Dich bei einer Ernährungsumstellung unterstützen können.


Alternativen zu Weizen findest Du jede Menge. Dazu gehören: Hirse, Buchweizen, Quinoa, Amaranth und deren Produkte. Guarkernmehl, Johannisbrotkernmehl, Kastanienmehl, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsamen, Sesam, Mohn, Nüsse, Mandeln und alle reinen Sojaprodukte. Folgende Getreidearten sind nicht glutenfrei und sollten daher gemieden werden: Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Einkorn und sogar Kamut, Grünkern, Emmer und Bulgur.


Ist Hefe glutenfrei?


Die richtige Hefe ist beim glutenfreien Brotbacken eine der wichtigsten Zutaten. Die konventionelle Hefe ist meistens glutenfrei, da sie auf Melasse gezüchtet wird. Bei Bio-Hefe ist allerdings manchmal Vorsicht geboten. Sollte da Gluten enthalten sein, muss diese Angabe in der Zutatenliste deklariert sein, egal ob als Zutat oder Hilfsstoff.



Glutenfreie Produkte sind nicht gesünder.

Die Angst vor einer Glutenunverträglichkeit hat glutenfreie Spezialprodukte hierzulande beliebt gemacht. Einige von uns haben sich entschieden ausschließlich glutenfrei zu leben. Einfach so, der Gesundheit wegen. Andere versuchen, nach dem Vorbild von Stars wie Anne Hathaway oder Gwyneth Paltrow, mittels der glutenfreien Produkte sogar abzunehmen. Die Werbung führt uns Verbraucher*innen hier einmal mehr an der Nase herum. Es muss sich hierbei um etwas besonderes handeln, wenn plötzlich jeder davon spricht. Es muss etwas Gutes sein. Laut Experten hat eine glutenfreie Ernährung aber für gesunde Menschen keinen großen Nutzen. Fehlt Gluten dann fehlt auch der Geschmacksträger im Teig und so können die glutenfreien Produkte sogar mehr Zucker und Fett enthalten. Wir empfehlen die speziellen Produkte daher nur ausschließlich bei einer Unverträglichkeit. Denn erst bei der Diagnose ist eine Ernährungsumstellung sinnvoll. Schütze Dich bitte vor Ernährungsfehlern und mache nicht jeden Trend gleich mit. In Eigenregie den Speiseplan umstellen ist hier nicht der richtige Weg. Höre einmal mehr auf Deinen Bauch. Wenn Du bei Dir eine Unverträglichkeit vermutest, solltest Du die Ursache immer erst beim Arzt abklären lassen, bevor Du Deine komplette Ernährungsweise umstellt. Im schlimmsten Fall kann eine vorzeitige glutenfreie Ernährung die Zöliakie-Diagnose erschweren, da der Antikörpertest evtl. nicht anschlägt. Eine zu späte Diagnose kann dann schwere Folgen haben. So führt die Erkrankung im schlimmsten Fall zu Darmtumoren und/oder zu Osteoporose.

Noch Fragen?


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